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Machmal.

Manchmal fühle ich mich hilflos. Wenn ich dich sehe, wie du leidest. Wie sehr du gestresst bist, dich stressen lässt, dich der Stress quält. Wenn ich dir zusehe, wie deine Selbstzweifel dich auffressen, sie deinen Kopf einziehen lassen und du in dich zusammenfällst. Und dann will ich mir gar nicht vorstellen, wie groß die Kämpfe sind, die du gerade in dir kämpfst. Manchmal fühle ich mich einsam. Wenn du erschöpft bist von deinen inneren Kämpfen. Von der Last, die dich immer wieder zu Boden drückt. Wenn du dich zurückziehst, um nicht noch mehr ertragen zu müssen. Wenn du schweigst, um das Unerträgliche nicht auszusprechen. Manchmal fühle ich mich traurig. Weil du das nicht verdient hast. Weil die Tage mit viel mehr Leichtigkeit gefüllt sein dürfen, weil das Leben so viel Schönes bereit hält. Weil ich dich manchmal gerne früher getroffen hätte und verschont hätte von all dem Schmerz und den Wunden. Manchmal fühle ich da ganz viel Wut. Weil die Welt nicht fair ist, du und ich und wir etwa...
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Wovon träumst du?

Träume ermöglichen neue Räume, machen mich frei, lebendig und weit. Träume lösen Sehnsucht aus, manchmal mit Entsetzen und Traurigkeit. Träume sind nachts in mir manchmal ganz laut, ganz real - für mich ist die Frage nach dem Träumen gar nicht so banal. Ich träume davon, in einer Welt zu leben, leicht und unbeschwert ohne Krieg und ohne Kämpfe um Macht oder viel Geld. Ich träume davon, dass einander zugehört wird, von einem offenen Ohr für die eines jeden Geschichte, deren Gedanken, deren Sorgen. Davon, dass jeder geschätzt, gesehen und nicht ignoriert wird, akzeptiert, respektiert und nicht manipuliert, dass jeder seinen Wert in sich und miteinander spürt und so jeder zu dem wird, was sich richtig anfühlt. Ich träume von Verbundenheit und Verständnis füreinander von starken Umarmungen, Unterstützung und Gemeinschaft miteinander. Ich träume davon, dass niemand im Herzen alleine sein muss, dass er sich verstanden und nicht im Stich gelassen fühlt. Ich träume davon, dass...

Gleichung.

Vielleicht nennt ihr mich egoistisch, vielleicht sogar verrückt. Vielleicht auch einen Dickkopf, eigensinnig oder ungestüm. Vielleicht seid ihr überrascht, vielleicht wundert ihr euch nicht, ich muss mir einfach treu bleiben, mir bleibt nichts andres übrig. Ich habe lange gebraucht, mich wieder zu verknüpfen. Körper und Kopf, Gefühle und Gedanken, vorne und hinten, oben und unten. Wie einzelne Puzzleteile, lose überall verstreut, unterm Sofa, in der Küche oder voller Staub. Erschwert durch Schmerzen-Alpträumen-Gedankentornados sammelte ich alles wieder ein, Stück für Stück rückte alles auf seinen Platz, peau a peau ergab es wieder eine Einheit. Natürlich fragte ich mich, warum muss ich alles so zerdenken, warum kann ich nicht einfach ein 0815-Leben leben. Natürlich zweifelte ich, bin ich vielleicht doch nicht normal, natürlich plagten mich Sorgen und Zweifel, Nacht für Nacht und Tag für Tag. Doch eigentlich war es ganz einfach, die Gleichung ergab einfach keinen Sinn, es fehlte ...

Wissen und Nicht-Wissen.

Was weiß ich schon von Liebe, woher weiß ich, was Liebe ist, aber du kennst mich, ich will doch immer alles wissen, nur eins weiß ich sicher, wenn du nicht bei mir bist, kann ich nicht aufhören, dich zu vermissen. Mit Dir auf unserer kleinen Insel, wenn wir nebeneinander liegen umringt vom kalten Meer und in deine Augen zu schielen. Mit Dir einzuschlafen, wenn Du mir die Sorgen fortküsst und auch die Gedanken an die Welt oder Morgen. Mit dir aufzuwachen, egal wie früh oder spät, der erste Kuss, der Sex am Morgen, Kaffee am Bett. Mit Dir bin ich weniger allein, mit Dir kann ich sogar ich sein. Was weiß ich schon von Liebe, woher weiß ich, ob das Liebe ist, eigentlich auch egal, denn das, was wir haben, genügt mir, weil Du bei mir bist.  © NL. 01/19

Zehntausend8zig - #32 Alles hat sein Ende und hier schließe ich nun diese Tür.

Vor elf Monaten schrieb ich den ersten Eintrag, die erste selbst ernannte "Kolumne" aus meinem Leben. Mir war nach etwas Neuem, etwas Fortwährendem, etwas Regelmäßigem. Und da installierte das Schreiben als festen Bestandteil in jede Woche, meist integrierte ich es in den Sonntagabend mit einem Rückblick auf die Woche. Es gab bestimmte Themen, die mich beschäftigten, oder ein Einblick in das Erlebte der letzten zehntausendachtzig Minuten. Neunundzwanzig Texte später machte ich eine Pause. Ich nahm mir eine Auszeit von allem, verschwand von der Bildfläche und tauchte ab. Vieles veränderte sich und so heiß wie der Sommer war, so intensiv war auch diese Zeit für mich. Ich suchte nach Momenten der Abkühlung, in denen ich mich frei fühlte und Luft holen konnte. Und während ich in jeder freien Minute meinen Durst nach Freiheit löschte, wurde mir klar, dass ich mich von meinen eigenen, inneren Fesseln lösen musste. Niemand zwang mich zum regelmäßigen Schreiben und so bemerkte ich...